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Papst gesteht Fehler im Umgang mit Missbrauchsfällen ein

Rom (dts) - Der Hirtenbrief des Papstes an die katholische Kirche in Irland ist heute offiziell vom Vatikan veröffentlicht worden. In diesem bekennt sich Benedikt XVI. dazu, dass in der Vergangenheit schwerwiegende Fehler im Umgang mit Missbrauchsfällen durch irische Katholiken gemacht wurden. Der Papst entschuldigte sich einerseits bei den irischen Opfern von sexuellen Übergriffen durch Mitglieder der Kirche. Andererseits forderte Benedikt XVI. eine Bestrafung der pädophilen Täter. Die Taten seien "sündhaft und kriminell" gewesen und hätten zudem das Ansehen der katholischen Kirche beschädigt. Das Kirchenoberhaupt riet den irischen Geistlichen zudem, sich selbst bei den Opfern für die sexuellen Übergriffe zu entschuldigen. Außerdem müssten Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern vor kirchliche und auch weltliche Gerichte getragen und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Zudem müsse die katholische Kirche ihren Umgang mit sexueller Gewalt verändern und Übergriffe nicht länger vertuschen. Zugleich schrieb er in seinem Pastoralbrief, dass Fälle von Kindesmissbrauch jedoch keineswegs ausschließlich ein Problem in Irland und der Kirche wären. Zu den zahlreichen Missbrauchsfällen in mehreren katholischen Einrichtungen in Deutschland nahm der Papst in seinem Brief keine Stellung.
Italien / Irland / Religion / Sexualstraftaten
20.03.2010 · 14:48 Uhr
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