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Papandreou dachte an Rücktritt

Griechenlands Ministerpräsident Papandreou hatte in den vergangenen drei Wochen zweimal «seinen Rücktritt angeboten» - und dann doch weitergemacht.Großansicht

Hamburg (dpa) - Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat nach Informationen der «Financial Times Deutschland» (Dienstag) in den vergangenen drei Wochen zweimal mit Vertrauten über seinen Rücktritt gesprochen.

Er habe beide Male «seinen Rücktritt angeboten» - und dann doch weitergemacht, hieß es aus dem Umfeld Papandreous. Der Regierungschef halte der Zerreißprobe zwischen den Protesten der eigenen Bevölkerung gegen den verschärften Sparkurs auf der einen Seite und den Auflagen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) auf der anderen nicht mehr lange stand. Papandreou fühle sich machtlos, sagte ein Insider: «Griechenland entscheidet über gar nichts mehr.»

Ein Rücktritt des Premiers inmitten der Dauerverhandlungen um neue Hilfen und während der Durchsetzung von Zehntausenden von Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst wäre eine «Katastrophe», sagte der Insider. «Aber wenn sich die Amtsmüdigkeit erst einmal in seinem Kopf festgesetzt hat, wird er den Schritt früher oder später auch tun.» Ein Regierungssprecher dementierte jede Rücktrittsabsicht: «Die Informationen, die Sie erhalten haben, sind Blödsinn.»

EU / Finanzen / Griechenland
04.10.2011 · 22:59 Uhr
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