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Pandemie-Ausrufung ändert wenig in Deutschland

Berlin (dpa) - Trotz der Hochstufung der Schweinegrippe zu einer Pandemie wird sich in Deutschland nach Auskunft des Robert Koch-Instituts (RKI) zunächst nichts Wesentliches ändern.

In Deutschland gebe es bereits jetzt die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der höchsten Pandemie-Alarmphase 6 geforderten Strukturen und Expertengespräche, sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher in Berlin. Auch Bund und Länder stimmten sich bereits regelmäßig ab.

Der Pandemieplan der WHO gebe naturgemäß nur grobe Leitlinien vor. «Was im einzelnen sinnvoll ist, muss jeder Staat für sich entscheiden», sagte Glasmacher. «Im Moment haben wir eine Situation, in der wir eine überschaubare Zahl von Erkrankungen haben.» Wahrscheinlich werde sich daher in Deutschland auch trotz des Ausbruchs der Schweinegrippe in einer Schule in Düsseldorf vorerst nichts Nennenswertes ändern. Man müsse aber weiter wachsam sein und alles bereitstellen, um bei jedem neuen Falls rasch einschreiten zu können.

Die Stufe 6 des Pandemie-Alarmplans sei zuvor noch nie ausgerufen worden. Der Plan gelte nur für neue Erreger und nicht für die gewöhnliche Grippewelle. Bei der vorigen Grippepandemie im Jahr 1968 habe es den WHO-Plan noch nicht gegeben.

Gesundheit / Grippe
11.06.2009 · 17:02 Uhr
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