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Palästinensergruppen Fatah und Hamas beschließen Versöhnungsabkommen

Kairo/ Jerusalem (dts) - Die beiden bislang verfeindeten Palästinensergruppen Fatah und Hamas haben am Mittwoch ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet. Die Vereinbarung beinhaltet die Bildung einer gemeinsamen Übergangsregierung und Neuwahlen innerhalb eines Jahres. Außerdem sollen die Gefangenen der jeweils anderen Seite freigelassen werden.

Das Abkommen solle den Weg zu einem unabhängigen Palästinenserstaat ebnen. "Wir verkünden den Palästinensern, dass wir das dunkle Kapitel der Spaltung für immer beenden", erklärte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der Chef der als gemäßigt geltenden Fatah, bei der Unterzeichnung des Abkommens in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Die Versöhnung ebne den Weg, um für Ordnung in Palästina zu sorgen und "einen gerechten Frieden zu erreichen", so Abbas weiter. Der Palästinenserpräsident kündigte außerdem einen Besuch im Gazastreifen an, der seit 2007 von der radikal-islamischen Hamas kontrolliert wird. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sieht das in Kairo besiegelte Abkommen mit Zurückhaltung. Die Bundesregierung könne keine Organisation akzeptieren, die das Existenzrecht Israels infrage stelle, erklärte Westerwelle am Mittwoch mit Blick auf die radikal-islamische Hamas.
Palästina / Ägypten / Weltpolitik / Parteien
04.05.2011 · 19:32 Uhr
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