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Palästinenser bei israelischen Einsätzen getötet

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Tel Aviv/Ramallah (dpa) - Israelische Soldaten haben am Samstag bei Einsätzen im Gazastreifen und dem Westjordanland sechs Palästinenser getötet. Drei Mitglieder der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, dem militärischen Arm der Fatah von Palästinenserpräsident Abbas, wurden in Nablus (Westjordanland) erschossen.

Nach israelischen Angaben waren sie für einen Anschlag verantwortlich, bei dem am Heiligabend ein israelische Siedler erschossen worden war. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen wurde dies bestritten. Die drei Getöteten seien an keiner militanten Aktion beteiligt gewesen, hieß es. Drei weitere Palästinenser wurden an der israelischen Sperranlage zum Gazastreifen getötet.

Nach Angaben einer israelischen Militärsprecherin hatte eine Streife beobachtet, wie sich mehrere Verdächtige am Boden kriechend dem Grenzzaun näherten. Daraufhin hätten die Soldaten das Feuer eröffnet. Als die Verdächtigen dennoch weiter auf den Zaun vorgerückt seien, hätten die Soldaten Luftunterstützung angefordert. Ein Kampfflugzeug habe die Palästinenser dann unter Beschuss genommen und direkt getroffen. Nach Angaben der Sprecherin seien später Beweise gefunden worden, die belegten, dass die Getöteten bewaffnet und in feindlicher Absicht unterwegs waren.

Die palästinensische Autonomiebehörde verurteilte das israelische Vorgehen scharf. Ein Sprecher von Präsident Abbas warf den Israelis vor, «zur Praxis der Mordanschläge und wahllosen Tötung unter fadenscheinigem Vorwand zurückzukehren». Dadurch würden die Fortschritte der Autonomiebehörde im Westjordanland untergraben und die Spirale der Gewalt im Gazastreifen erneut angetrieben.

Konflikte / Nahost
26.12.2009 · 15:18 Uhr
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