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Pakistans Armeechef Kayani: ein Krisenmanager

Armeechef Kayani (l) bei der Verleihung eines Militärpreises durch Pakistans Präsidenten Pervez Musharraf (Archivbild vom 19.12.2007).Großansicht

Neu Delhi/Islamabad (dpa) - Ashfaq Parvez Kayani steht seit Oktober 2007 an der Spitze der pakistanischen Streitkräfte. Ins Amt gehoben wurde er vom damaligen Präsidenten Pervez Musharraf, der den Posten des Armeechefs nach massivem politischem Druck räumen musste.

Zuvor leitete der 1952 in der Provinz Punjab geborene General den Militärgeheimdienst ISI. Er gilt als entschlossener Krisenmanager, der sich in der Öffentlichkeit jedoch zumeist zurückhält. Nach seiner Ausbildung an der renommierten Militärakademie im nordpakistanischen Abbottabad, wo am Montag Al-Kaida-Chef Osama bin Laden getötet wurde, trat Kayani 1971 seinen Dienst als Leutnant an. Es folgte eine steile Armeekarriere, während der der zweifache Familienvater sein militärisches und diplomatisches Geschick bewies.

Als die Atommächte Indien und Pakistan im Winter 2001/2002 nach einem Terroranschlag auf das Parlament in Neu Delhi Hunderttausende Soldaten an der Grenze zusammenzogen und ein Waffengang drohte, soll der General maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Lage nicht weiter eskalierte. Nach Übernahme der Armeeführung bekannte er sich klar zum Kampf gegen den Terrorismus.

In seiner Freizeit spielt Kayani gerne Golf, was ihn für seinen zweiten Spitzenposten prädestiniert: Der Armeechef ist auch Vorsitzender der pakistanischen Golf-Vereinigung.

Terrorismus / USA / Pakistan
03.05.2011 · 21:57 Uhr
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