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Pakistanische Armee stürmt Taliban-Hochburg

Flüchtlinge aus den Gebieten, in denen die pakistanische Armee gegen die Taliban vorgeht, warten auf Finanzhilfen.Großansicht
Islamabad (dpa) - Nach tagelangen schweren Kämpfen hat die pakistanische Armee am Samstag die Rebellen-Hochburg Kotkai im Nordwesten des Landes erobert. Bei den nächtlichen Gefechten wurden mindestens drei Soldaten und vier Taliban getötet.

Kotkai ist eine Hochburg der radikal-islamischen Aufständischen im Grenzgebiet zu Afghanistan. Es ist die Heimatstadt von Taliban-Chef Hakimullah Mehsud und von Qari Hussain, der als «Mentor der Selbstmordattentäter» gilt.

Die pakistanische Armee hatte vor knapp einer Woche eine Großoffensive gegen die Taliban in deren Hochburg Süd-Waziristan gestartet. Bei der Operation nahe der afghanischen Grenze wurden bisher nach Angaben des Militärs mehr als 140 Aufständische getötet.

Unterdessen wurden bei einem Raketenangriff auf einen Taliban- Stützpunkt im pakistanischen Grenzgebiet, der vermutlich von der US-Armee in Afghanistan ausgeführt wurde, nach offiziellen Angaben 14 Menschen getötet. Unter den Toten waren nach Angaben aus Geheimdienstkreisen auch mehrere «ausländische Kämpfer», eine übliche Umschreibung für El-Kaida-Mitglieder arabischer oder zentralasiatischer Herkunft.

Die Rakete, vermutlich von einer ferngesteuerten und unbemannten Drohne abgefeuert, traf ein Versteck der Aufständischen in der unruhigen Stammesregion Bajaur an der Nordwestgrenze zu Afghanistan.

Konflikte / Pakistan
24.10.2009 · 15:39 Uhr
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