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Pakistan: Mindestens 30 Tote bei Bombenanschlag

Karachi (dts) - Bei einem Anschlag auf eine Prozession schiitischer Gläubiger in der pakistanischen Stadt Karachi sind heute mindestens 30 Menschen getötet worden, mindestens 60 wurden verletzt. Regierungsangaben zufolge habe sich der Attentäter inmitten der Aschura-Fest-Prozession, an der nahezu 50000 Schiiten teilgenommen hatten, in die Luft gesprengt. Verantwortlich seien sunnitische Extremisten, sagte der pakistanische Innenminister Rehman Malik. Der Anschlag soll eine Gemeinschaftsaktion der Terrorgruppe "Lashkar-e-Jhangvi" und der pakistanischen Organisation "Tehreek-e-Taliban" sein, so Malik weiter. Nach dem Anschlag kam es unter den Teilnehmern zu Straßenschlachten, einige warfen mit Steinen und setzten Geschäfte in Brand. Mit der jährlichen Aschura-Prozession erinnern die Schiiten an Imam Hussein, den Begründer ihrer Glaubensrichtung. Die Schiiten bilden etwa ein Fünftel der pakistanischen Regierung, welche mehrheitlich aus Sunniten besteht. Unter den beiden Religionsgruppen gab es in den letzten Jahren immer wieder Gewaltausbrüche.
Pakistan / Terrorismus
28.12.2009 · 19:06 Uhr
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