News
 

Pakistan klagt Mumbai-Verdächtige an

Menschen beobachten das Geisel-Drama im Luxushotel «Oberoi Trident» in Bombay (Foto vom 27.10.2008).Großansicht
Islamabad (dpa) - Ein Jahr nach der Terrorserie in der westindischen Finanzmetropole Mumbai hat ein pakistanisches Gericht in der Garnisonsstadt Rawalpindi sieben Verdächtige angeklagt.

Staatsanwalt Malik Rab Nawaz sagte, alle sieben Verdächtigen müssten sich vor dem Anti-Terror-Gericht wegen «Planung, Finanzierung und Unterstützung» der Angriffe verantworten, die sich an diesem Donnerstag zum ersten Mal jähren. Die Angeklagten hätten auf nicht schuldig plädiert. Indien macht die aus Pakistan operierende radikal-islamische Gruppe Lashkar-e-Taiba für die Terrorserie verantwortlich, bei der 166 Menschen getötet wurden.

Unter den nun Angeklagten ist Zakiur Rehman Lakhvi, der als operativer Chef von Lashkar-e-Taiba (LeT/Armee der Reinen) gilt. Er wird verdächtigt, der Drahtzieher der Anschläge von Mumbai gewesen zu sein. Die Regierung in Islamabad hatte zu Jahresbeginn die Festnahme der Verdächtigen verkündet und damit erstmals eingeräumt, dass die Terrorserie maßgeblich von Pakistan aus geplant wurde. Nach indischen Ermittlungen waren die zehn Angreifer von Pakistan aus über das Meer nach Mumbai (früher Bombay) gereist. Neun der Terroristen wurden bei den dreitägigen Gefechten getötet, ein weiterer wurde festgenommen. Ihm droht in Indien die Todesstrafe. Die Angriffe belasten die Beziehungen zwischen den Atommächten Indien und Pakistan bis heute.

Terrorismus / Pakistan / Indien
25.11.2009 · 14:25 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen