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Paket in U-Bahn in Rom - Bürgermeister: Harmlos

U-Bahn-Passagiere in RomGroßansicht

Rom (dpa) - Bombenalarm in Rom: Ein verdächtiges Päckchen in einem Waggon der römischen U-Bahn hat für Aufregung in der italienischen Hauptstadt gesorgt. Bürgermeister Gianni Alemanno gab wenige Stunden später Entwarnung.

«Nach Untersuchungen von Experten hat sich herausgestellt, dass das Päckchen nicht explodieren konnte», sagte er nach Angaben der Agentur ANSA. Er sprach von einem «primitiven Apparat», ohne diesen näher zu beschreiben. Nach Polizeiangaben sollen in der Plastiktüte Stahlzylinder, ein möglicherweise entflammbares Pulver sowie Drähte gewesen sein.

Das Päckchen war am Vormittag von einem Lokführer an der Haltestelle Rebibbia bei Dienstantritt in einem leeren Waggon unter einem der Sitze entdeckt worden. Nach Medienberichten wurde die Station der Linie B in dem Vorort im Nordosten der Ewigen Stadt kurzfristig abgeriegelt. Der U-Bahnverkehr wurde nach einer kurzen Unterbrechung wieder aufgenommen.

Der Bombenalarm sorgte in Rom für zusätzliche Spannungen, da die Polizei dort vor den für Mittwoch erwarteten Demonstrationen gegen die Studienreform bereits die Sicherheitsmaßnahmen verschärft hat. Das von Regierungschef Silvio Berlusconi auf den Weg gebrachte Gesetz soll am Mittwoch vom Senat abgesegnet werden, um anschließend in Kraft zu treten.

Rebibbia an der antiken Via Tiburtina gilt als reines Wohnviertel. In dem Viertel befindet sich zudem eines der größeren Gefängnisse Italiens, in dem unter anderem der Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca seine Strafe nach dem Angriff auf Papst Johannes Paul II. 1983 abgesessen hatte.

Terrorismus / Italien
21.12.2010 · 16:32 Uhr
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