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Otunbajewa: Kirgistan nimmt neue Verfassung an

Referendum in KirgistanGroßansicht
Bischkek (dpa) - Zwei Wochen nach den blutigen ethnischen Unruhen in Kirgistan haben die Menschen in dem zentralasiatischen Land nach Regierungsangaben die neue demokratische Verfassung angenommen.

Damit werde Kirgistan künftig als einziges Land in Zentralasien als parlamentarische Republik geführt, sagte Übergangspräsidentin Rosa Otunbajewa am Sonntag unmittelbar nach Schließung der Wahllokale für die Volksabstimmung. Der Präsident werde künftig deutlich weniger Macht haben. Obwohl bislang keine offiziellen Ergebnisse vorliegen, erklärte Otunbajewa das Grundgesetz nach deutschem Vorbild für gültig.

«Das ist ein historischer Tag, wir haben eine neue Verfassung», sagte Otunbajewa kirgisischen Medien. Das Referendum gilt als erste Legitimierung für die neue Führung. Durch die neue Verfassung sollen demokratische Strukturen in dem Land an der Grenze zu China eingeführt werden. Nach den Unruhen mit mehr als 2000 Toten Mitte Juni hofft Kirgistan nun auf Stabilität.

Die Wahlleitung gab die Beteiligung an der Volksabstimmung mit mehr als 67 Prozent an. Mehr als zwei Monate nach dem Sturz des autoritären Präsidenten Kurmanbek Bakijew könne das Land nun in die Zukunft schauen, sagte Otunbajewa. «Das Volk hat einen dicken Schlussstrich unter die autoritär-familiäre Führung der beiden früheren Präsidenten gezogen», sagte Otunbajewa nach Angaben der Agentur Akipress.

Kirgistan / Verfassung / Referendum
27.06.2010 · 18:13 Uhr
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