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Osterfest in Ägypten in angespannter Atmosphäre

Kairo (dpa) - In angespannter Atmosphäre haben die koptischen Christen in Ägypten das Osterfest begangen. Nach der Revolution, die am 11. Februar zum Sturz von Präsident Husni Mubarak geführt hatte, war es in dem arabischen Land mehrfach zu Konfrontationen zwischen Muslimen und Christen gekommen.

An dem zentralen Gottesdienst in der Kathedrale im Kairoer Stadtteil Abbasija am Samstagabend nahmen vier Angehörige des Militärrates teil, der in Ägypten seit der Entmachtung des Präsidenten alle wichtigen Entscheidungen trifft. Auch zwei muslimische Präsidentschaftskandidaten, der Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei und der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, waren erschienen.

Einigen Gottesdienstbesuchern fiel auf, dass Papst Schenuda III., das geistliche Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, nur die Militärs und nicht die beiden Politiker begrüßte. Schenuda hatte sich während der Revolution auf die Seite Mubaraks gestellt, der inzwischen unter Anklage steht.

In den vergangenen zwei Wochen war es zu gewaltsamen Ausschreitungen in den südlichen Provinzen Minia und Kena gekommen. In Minia starben zwei Menschen, als ein Streit zwischen zwei Familien eskalierte und Muslime daraufhin Häuser und Geschäfte von Christen attackierten. In Kena protestierten Islamisten gegen die Ernennung eines Christen zum Gouverneur der Provinz.

Unruhen / Kirchen / Ostern / Ägypten
24.04.2011 · 22:22 Uhr
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