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Oppositionsführer zu Befragung vorgeladen

Moskau (dpa) - Unmittelbar vor einer Großkundgebung von Gegnern des russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag sind mehrere Oppositionsführer in Moskau zu Befragungen vorgeladen worden.

Kremlkritiker warfen den Ermittlungsbehörden vor, damit die Teilnahme der Regimegegner an der für 10.00 Uhr MESZ geplanten Protestaktion verhindern zu wollen.

«Die Ermittler wollen ihre Rolle bei der Organisation des sogenannten Marschs der Millionen am 6. Mai sowie bei der Organisation und Beteiligung von Massenunruhen klären», sagte Behördensprecher Wladimir Markin der Agentur Itar-Tass. «Mir geht es sehr gut, ich bin überzeugt, dass alles in Ordnung ist», sagte der Regierungsgegner und Blogger Alexej Nawalny kurz vor der Befragung.

Der Linkspolitiker Sergej Udalzow folgte der Aufforderung hingegen nicht. Er wolle die Kundgebung nicht verpassen, ließ Udalzow über seine Anwältin ausrichten. Vermummte Einsatzkräfte hatten am Vortag die Wohnungen mehrerer prominenter Oppositioneller durchsucht. Bürgerrechtler kritisierten die Razzien, bei denen angeblich mehr als eine Million Euro Bargeld sichergestellt wurde, als Einschüchterung vor dem neuen Massenprotest.

Im Moskauer Stadtzentrum wollen Tausende Menschen gegen Putin und ein verschärftes Versammlungsgesetz demonstrieren. Die Behörden hatten den Protestmarsch und die anschließende Kundgebung für bis zu 50 000 Teilnehmer genehmigt. Bereits Stunden vor dem Beginn sicherte ein massives Polizeiaufgebot den geplanten Demonstrationsort ab.

Demonstrationen / Russland
12.06.2012 · 10:12 Uhr
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