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Oppositionsführer Conde neuer Präsident in Guinea

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Conakry/Nairobi (dpa) - Oppositionsführer Alpha Conde ist neuer Präsident der westafrikanischen Republik Guinea. Der 72-Jährige kam nach dem vorläufigen Endergebnis der Wahlkommission in Conakry auf 52,5 Prozent der Stimmen, ist somit der erste demokratisch gewählte Präsident seines Landes.

Für den früheren Regierungschef Cellou Dalain Diallo hatten demnach bei der Stichwahl am 7. November 47,5 Prozent der Wähler gestimmt. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Ergebnisse in der Nacht zum Dienstag sprach Conde von einem «historischen Moment» und einer «neuen Ära» und rief seinen Gegner zur Zusammenarbeit auf. «Es ist Zeit, einander die Hände zu reichen», sagte er. Nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses wurden spontane Freudenskundgebungen gemeldet. In Moyen Guinee, der Hochburg Diallos, kam es allerdings zu Unruhen und Demonstrationen enttäuschter Wähler.

In der ersten Wahlrunde im Juni hatte Diallo mit 43 Prozent die meisten Stimmen erhalten, für Conde hatten 18 Prozent der Wähler gestimmt. In ersten Reaktionen sprach Diallo, der auch bei der Stichwahl anfänglich in Führung lag, von Wahlbetrug.

Diallo gehört der Volksgruppe der Peul an, die die größte ethnische Gruppe Guineas ist, aber noch nie einen Präsidenten stellte. Conde ist ein Malinke, deren Gruppe stark in der Armee vertreten ist. Ethnische Spannungen hatten die Stichwahl überschattet und wiederholt zur Verschiebung des Wahltermins geführt.

Wahlen / Präsident / Guinea
16.11.2010 · 09:27 Uhr
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