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Opfer des Neonazi-Terrors erhielten fast 500 000 Euro

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Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat bisher fast eine halbe Million Euro an Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe NSU oder ihre Angehörigen gezahlt. Eine Sprecherin des Justizministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Einzelheiten nannte sie nicht.

Die Zeitung zitierte aus einem Schreiben des Ministeriums. Darin heißt es: «Bis heute konnten an fast alle bisher bekannten Opfer beziehungsweise Hinterbliebenen in einem vereinfachten Antragsverfahren Härteleistungen als Pauschalbeträge gewährt werden.»

Die rechtsterroristische Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), die auch als Zwickauer Zelle bekannt wurde, soll unter anderem für neun Morde an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft sowie den Mord an einer Polizistin verantwortlich sein. Die Verbrechen wurden zwischen 2000 und 2007 begangen.

Dem Bericht zufolge erhalten die Angehörigen der ermordeten Gewerbetreibenden insgesamt 311 440 Euro. Ehepartner und Kinder der Getöteten erhalten eine Pauschale von 10 000 Euro, Geschwister 5000 Euro. Die Familien sollen auch die Beerdigungskosten erstattet bekommen.

Im Fall der ermordeten Polizistin seien bislang 25 000 Euro an die Hinterbliebenen ausgezahlt worden, an einen schwer verletzten Kollegen 10 000 Euro. An die Opfer der beiden Bombenanschläge in Köln seien insgesamt 140 000 Euro überwiesen worden, schreibt die Zeitung.

Extremismus / Kriminalität
26.03.2012 · 15:20 Uhr
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