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Opel-Betriebsratschef fordert weitere Zugeständnisse von GM

Rüsselsheim (dts) - Auch nach dem gescheiterten Verkauf an Magna fährt Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz einen harten Kurs gegenüber General Motors (GM). In der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Magazins "Stern" fordert er von Opels alter und neuer Konzernmutter mindestens die gleichen Zugeständnisse für den Rüsselsheimer Autobauer, wie sie der Autozulieferer Magna eingeräumt hätte. "Sollten wir in konstruktive Gespräche mit GM einsteigen, dann beginnen wir da, wo wir mit Magna aufgehört haben", sagt Franz dem Magazin. Am kommenden Dienstag trifft sich der Betriebsratschef in Rüsselheim zu ersten Sondierungsgesprächen mit dem GM-Chef Fritz Henderson. Der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna hatte Opel den Erhalt sämtlicher deutscher Standorte garantiert, allerdings bei einem sozialverträglichen Abbau von insgesamt rund 10500 Stellen. Franz will darüber hinaus auch ein Höchstmaß an Freiheit für Opel durch eine Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft. Eine weitere Forderung ist die, dass Opel seine Aktivitäten uneingeschränkt auf dem globalen Markt ausdehnen kann, was GM in den vergangenen Monaten stets verhindern wollte. Schließlich sollen Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen an allen europäischen Standorten vermieden werden. Die Schuld am Scheitern des Magna-Deals liegt nach Franz` Einschätzung nicht nur bei GM, sondern auch bei den Politikern, die nicht so lange hätten zögern dürfen. Franz selbst wurde vom Platzen des Magna-Deals kalt erwischt. Der Betriebsratschef zum "Stern": "Ich war schockgefroren und habe mir erst einmal eine Flasche Wein ins Hirn gehauen."
DEU / Auto
10.11.2009 · 16:28 Uhr
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