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Opel-Betriebsrat: «Wir sind guten Mutes»

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Eisenach (dpa) - Wechselbad der Gefühle bei den Opel-Beschäftigten im thüringischen Eisenach: «Nach den ersten Meldungen über den Bürgschaftsverzicht haben wir die schlimmsten Befürchtungen gehegt», sagte der Betriebsratsvorsitzende Harald Lieske am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Nach der Klarstellung des Opel-Managements, dass diese Entscheidung keine weiteren Werkschließungen zur Folge hat, habe sich die Lage jedoch schnell beruhigt. Lieske: «An den Planungen ändert sich nichts. Das einzige, was sich ändert, ist die Art der Finanzierung.»

Der Arbeitnehmervertreter hat Verständnis für die Entscheidung von Opel und der Mutter General Motors (GM). «Ich kann nachvollziehen, das dauert alles zu lange.» Immerhin gehe das Hickhack um staatliche Bürgschaften schon monatelang. «GM hat sicher gespürt und erkannt, die Opel-Belegschaften wollen endlich Klarheit», äußerte Lieske. Er sehe die Entscheidung, auf Bürgschaften zu verzichten und die Opel-Sanierung durch GM-Mittel zu finanzieren, positiv. «Ich gehe davon aus, dass die Pläne jetzt umgesetzt werden - ohne Zeitverzug.»

Die Belegschaften, die bereits Vorleistungen erbracht hätten, würden jetzt informiert, dass der Sanierungsplan bestehenbleibt und kein weiterer Jobabbau droht. «Wir sind guten Mutes», sagte Lieske. Das Thüringer Corsa-Werk beschäftigt etwa 1700 Mitarbeiter. «Das geltende Sanierungskonzept sieht keinen Personalabbau vor.»

Auto / Opel / Reaktionen
16.06.2010 · 22:33 Uhr
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