So schnell kann's gehen: Nachdem Konkurrent Gaikai kürzlich noch
von Sony übernommen wurde, und man diese Entwicklung beim Streaming- und Cloud-Gaming-Service
OnLive als
Bestätigung für das eigene Angebot interpretierte, hat OnLive nun während der aktuell in Köln stattfindenden Gaming-Messe gamescom 2012 der Pleitegeier erwischt.
Gerüchte über eine Insolvenz des Unternehmens kursierten bereits am gestrigen Freitag, den 17. August 2012. Game-Designer Brian Fargo hatte den Stein ins Rollen gebracht, indem er über seinen Twitter-Kanal
die E-Mail eines vermeintlichen OnLive-Mitarbeiters veröffentlichte, in der von der Schließung der Firma und der sofortigen Entlassung aller Mitarbeiter die Rede war. Zwar dementierten die Verantwortlichen bei OnLive auf Nachfrage noch, anschließend häuften sich allerdings die Berichte von mal anonymen und mal weniger anonymen Quellen, die eine Insolvenz des Unternehmens bestätigten.
Schließlich kamen die Verantwortlichen bei OnLive dann offenbar nicht mehr um eine klärende Stellungnahme herum, und bestätigten die Pleite des Streaming-Dienstes. Noch ist aber offenbar nicht aller Tage Ende: In besagter Stellungnahme kündigt man an, dass OnLive von einem neu gegründeten Unternehmen aufgekauft und durch eine substantielle Finanzspritze unterstützt werden soll. Alle OnLive-Services sollen zudem aufrecht erhalten und ein Großteil der OnLive-Angestellten übernommen werden.
"Alle zuvor bereits angekündigten Produkte und Services, sich noch in Arbeit befindliche mit eingeschlossen, werden weiterbestehen und es ist keine Unterbrechung der OnLive-Services zu erwarten", so der übersetzte Wortlaut.