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Ombudsfrau der Neonazi-Opfer fordert Umdenken

Berlin (dpa) - Gewalt gegen Einwanderer sollte nach dem Willen der Opfer-Beauftragten Barbara John automatisch zu Ermittlungen in Richtung Rechtsextremismus führen.

«Immer, wenn ein Einwanderer von Gewalt betroffen ist, dann muss auch in die Richtung Radikalismus ermittelt werden. Das ist in anderen Ländern gang und gäbe», sagte die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Angehörigen der Neonazi-Opfer im ZDF-«Morgenmagazin».

Bislang gingen die Ermittlungen automatisch in die andere Richtung: «Wenn die Polizei eine Wahl hat zwischen Ermittlungen in alle Richtungen und Ausländerkriminalität, dann nimmt sie die Option Ausländerkriminalität.» Dies sei «ein Versagen dieser Sicherheitsarchitektur und natürlich auch der inneren Haltung». Sie hoffe, dass die Gedenkfeier am Vormittag in Berlin kein Ende, sondern ein Anfang für einen neuen Umgang mit dem Thema sei.

Extremismus / Kriminalität
23.02.2012 · 09:18 Uhr
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