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Olafur Eliasson gibt Quadriga-Preis zurück

Der isländische Künstler Olafur Eliasson (r.) bekommt vom Rektor der Frankfurter Städelschule, Daniel Birnbaum, am 3. Oktober 2010 die Großansicht

Berlin (dpa) - Nach der Debatte um die Verleihung des Quadriga-Preises an den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin hat der dänische Installationskünstler Olafur Eliasson seine eigene Auszeichnung zurückgegeben.

Die Berliner Galerie Neugerriemschneider, die den Künstler vertritt, bestätigte am Freitag einen entsprechenden Vorabbericht der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (FAS).

In einer Erklärung, die auch der dpa vorliegt, schreibt Eliasson, für ihn sei es zunehmend schwierig, sich mit dem Projekt Quadriga zu identifizieren. «Weniger als erhofft geht es um gesellschaftliches Engagement; vielmehr scheinen Profilierungsmechanismen sowie politische und wirtschaftliche Interessenvertretung die treibende Kraft zu sein.» Der in Berlin arbeitende Eliasson hatte den undotierten Preis im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bekommen.

Putin soll am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, «für seine Verdienste für die Verlässlichkeit und Stabilität der deutsch-russischen Beziehungen» ausgezeichnet werden. Mehrere frühere Preisträger hatten die Entscheidung kritisiert, einige Kuratoriumsmitglieder waren aus Protest zurückgetreten. Kritik gibt es vor allem, weil Putin mangelnde Beachtung der Menschenrechte vorgeworfen wird.

Auszeichnungen / 3. Oktober / Russland
15.07.2011 · 19:02 Uhr
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