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Özdemir entschuldigt sich bei Mappus

Stuttgart 21 - FreitagsdemonstrationGroßansicht

Berlin (dpa) - Grünen-Chef Cem Özdemir hat sich bei dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) für die Äußerung entschuldigt, Mappus wolle Blut sehen. Er nehme dies vollständig zurück, sagte Özdemir.

Nach vielen Gesprächen mit den Demonstranten, die am vergangenen Donnerstag friedlich ihr Recht auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung wahrgenommen hätten, und ihren Berichten über das Vorgehen der Polizei, dem Einsatz von Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken sei er zunehmend fassungslos und aufgebracht gewesen. «Ich hätte so etwas in Deutschland im Jahre 2010 nicht mehr für möglich gehalten.»

Am Donnerstag waren bei Protesten gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 weit mehr als hundert Menschen verletzt worden. Aber auch in so einer Situation müsse ein Politiker «trotz heißem Herz einen kühlen Kopf bewahren», betonte Özdemir. «Die von mir gemachte Äußerung über Ministerpräsident Stefan Mappus war völlig unangebracht.» Es helfe auch niemandem, wenn jetzt die Situation weiter angeheizt werde. «Vielmehr brauchen wir einen Dialog, als dessen Grundlage aber ein sofortiger Baustopp nötig ist.»

Das ändere aber nichts an meiner in der Sache scharfen Kritik am Vorgehen der Landesregierung. «Vor allem bleibt für mich völlig unverständlich, wie dieser Einsatz parallel zu einer seit Wochen angemeldeten und den Behörden entsprechend bekannten Demonstration von Schülerinnen und Schülern angeordnet werden konnte.»

Verkehr / Bahn / Stuttgart 21
02.10.2010 · 10:41 Uhr
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