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Österreich prüft Vorwürfe gegen Ahmadinedschad

Wien (dpa) - Der österreichische Außenminister Michael Spindelegger will die von der Opposition erhobenen schweren Vorwürfe gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Zusammenhang mit einem Mordfall vor 20 Jahren überprüfen lassen.

Der sicherheitspolitische Sprecher der Grünen, Peter Pilz, hatte in den vergangenen Tagen Vorwürfe wiederholt, Ahmadinedschad sei an einem spektakulären Kurden-Mord in Wien 1989 beteiligt gewesen. Dazu sagte Spindelegger am Freitagabend im ORF-Fernsehen, vor etwaigen außenpolitischen Schritten Wiens müsse geprüft werden, «ob etwas (an den Vorwürfen) dran ist».

Grünen-Sprecher Pilz hatte am Donnerstag erklärt, nach Prüfung der ihm vorliegenden Unterlagen sei es so gut wie erwiesen, dass Ahmadinedschad an der Ermordung von drei Kurdenführern im Jahr 1989 in Wien beteiligt gewesen sei. Die der Staatsanwaltschaft übergebenen Informationen sollten jetzt in «die politische Beurteilung der angespannten Lage im Iran» mit einfließen, sagte Pilz nach Angaben der Nachrichtenagentur APA.

Am 13. Juli 1989 waren in einer Wiener Privatwohnung drei führende kurdische Funktionäre vermutlich von Iranern erschossen worden. Die mutmaßlichen Täter tauchten den damaligen polizeilichen Ermittlungen zufolge in der iranischen Botschaft unter. Weiter hieß es seinerzeit, die Männer hätten nach massivem Druck Teherans auf die österreichischen Behörden unbehelligt ausreisen können. Einer der Männer könnte Ahmadinedschad gewesen sein.

Kriminalität / Iran / Österreich
20.06.2009 · 13:04 Uhr
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