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Ökonomen: Brown-Vorschlag zur Weltwirtschaftsregierung überflüssig

London (dts) - Die vom britischen Premierminister Gordon Brown vorgeschlagene "Weltwirtschaftsregierung" ist aus Sicht mehrerer Ökonomen überflüssig. Wie Kai Carstensen, Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, im Gespräch mit dem "Handelsblatt" sagte, entspräche der geforderte Aufgabenbereich vielmehr dem Internationalen Währungsfonds (IWF). "Der Vorteil wäre, dass Frühwarnsysteme zum Teil schon existieren", so Carstensen gegenüber der Zeitung. Wie der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, anmerkte, tue der "Wettbewerb verschiedener Ansätze" auch bei der Wirtschaftspolitik gut. Unterstützung erhielt Browns Vorschlag unterdessen vom Chef des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Gustav Horn. Der Vorschlag gehe "in die richtige Richtung", so Horn. "Nach der Globalisierung der Märkte brauchen wir eine Globalisierung der Wirtschaftspolitik." Gordon Brown hatte unter der Begründung der gemeisterten Finanzkrise die Schaffung einer Weltwirtschaftsregierung angeregt, die aus der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländern (G-20) bestehen sollte.
Weltwirtschaft / Brown
22.09.2009 · 16:32 Uhr
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