Ökonom spricht von "Liraisierung" des Euro - die Bundesbank ist quasi tot
Die Europäische Zentralbank will zur Staatsrettung künftig Anleihen der Schuldnerländer aufkaufen - und zwar in unbegrenztem Umfang (ShortNews berichtete). Damit kommt eine Inflationsspirale ins Rollen. Gold verteuerte sich nach der Ankündigung auf 1714 Dollar je Unze - das ist fast ein Rekordwert.
Silber kostet nun 26 Dollar je Unze, der höchste Stand seit März 2012. Während bei den Pleitestaaten die Zinsen nach unten gingen, haben sich die Finanzierungskosten für deutsche Bundesanleihen verteuert. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bezeichnet die Anleihekäufe als "falschen Weg".
Am heikelsten aber ist die Erklärung, dass die Anleihenkäufe an harte Auflagen für die Pleiteländer geknüpft sind. Wenn die sich an die Auflagen nicht halten, wird man kaum politisch etwas machen können. Für den Degussa-Banker Thorsten Polleit ist es "Augenwischerei", um die "Liraisierung" zu verbergen.