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Ökonom fordert Handelsverbot mit Kreditausfallversicherungen

Frankfurt/Main (dts) - Infolge der Finanzmarktspekulationen gegen Frankreich und Deutschland fordert Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), ein Handelsverbot mit Kreditausfallversicherungen. "Das ist kein produktiver Handel, sondern ein mieses Wettspiel, das schlicht verboten gehört", sagte Horn dem Handelsblatt Online. Denn die einzig rationale Motivation der Anbieter und Nachfrager dieser Versicherungen könne nur deren profitabler Weiterverkauf an Gutgläubige sein.

Investoren fürchten nun, dass die Euro-Schuldenkrise weitere Länder erfasst. Immer mehr Anleger bezweifeln, dass europäische Politiker die Krise in den Griff kriegen. In Bankenkreisen gilt es deswegen als wahrscheinlich, dass die Lage an den Refinanzierungsmärkten schwer bleibt. Verschärft wird dies durch Spekulanten, welche auf den Kollaps von Staaten und Banken wetten. "Wenn Panik herrscht, setzt der Verstand aus, denn diese Kreditausfallversicherungen sind gleichsam Wetten auf den Weltuntergang", sagte IMK-Chef Horn dazu. Wenn sowohl die Bundesregierung als auch die französische Regierung ihre Schulden nicht mehr tilgen können, dann seien die meisten Regierungen inklusive der USA und Japan schon lange zahlungsunfähig. "Es gehört nicht viel Phantasie dazu vorherzusagen, dass dann die Finanzmärkte insgesamt zusammengebrochen sein werden", sagte Horn.
DEU / Finanzindustrie
11.08.2011 · 20:04 Uhr
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