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Odenwaldschule: Neue Vorwürfe gegen Lehrer und Schüler

Frankfurt/Main (dts) - Im Fall der Odenwaldschule in Hessen sind neue Missbrauchsvorwürfe gegen Lehrer und erstmals auch Schüler aufgetaucht. Bis in die neunziger Jahre hinein soll es sexuellen Missbrauch durch Lehrer und Schüler gegeben haben, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet. Mehrere Schüler beschrieben einen Vorfall, bei dem ein gefesselter Junge von Mitschülern mit einer Banane vergewaltigt worden sei, während ein Lehrer tatenlos zugesehen habe. Dieser Lehrer soll sich während seiner Zeit an der Odenwaldschule ebenfalls an Schülern vergangen haben. Außerdem seien Minderjährige von Schulkameraden verprügelt und an den Genitalien versengt worden. Bisher hätten sich etwa 40 Opfer gemeldet, die von Übergriffen zwischen 1966 und 1991 erzählten. Weitere vier Missbrauchsopfer sollen Suizid begangen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in zehn Fällen, es werden acht Lehrer beschuldigt. Ex-Kultusminister Hartmut Holzapfel (SPD), der in seiner Amtszeit von 1991 bis 1999 vom ebenfalls unter Verdacht geratenen früheren Schulleiter Gerold Becker über die Vorfälle informiert worden sein soll, bestritt dies als "schlicht unzutreffend".
DEU / Sexualstraftaten / Justiz
07.04.2010 · 22:30 Uhr
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