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Oberster Gerichtshof erlaubt Hinrichtung von Frau

Teresa LewisGroßansicht

Washington (dpa) - Kaum noch Hoffnung für Todeskandidatin Teresa Lewis. Die 41 Jahre alte Amerikanerin soll am Donnerstag als erste Frau im US-Bundesstaat Virginia seit fast 100 Jahren hingerichtet werden.

Der Oberste Gerichtshof als letzte Instanz wies ihren Antrag zurück, die Vollstreckung aufzuhalten. Lewis wird damit voraussichtlich durch eine Giftspritze sterben. Bereits am vergangenen Freitag hatte der Gouverneur des Staates, Bob McDonnell, ein Gnadengesuch abgelehnt. Er gab damit den Weg frei für die erste Hinrichtung einer Frau in den USA seit 2005 - und insgesamt die zwölfte seit Wiedereinführung der Todesstrafe 1976.

Lewis wurde wegen Mordes an ihrem Ehemann und Stiefsohn verurteilt. Sie hatte gestanden, 2002 zwei Komplizen für die Tat angeheuert zu haben. Als die Schüsse fielen und ihr Mann langsam verblutete, soll sie in der Küche gesessen haben. Laut der Staatsanwaltschaft handelte sie aus Habgier, weil sie eine Lebensversicherung in Höhe von einer Viertelmillion Dollar kassieren wollte. Gezielt, so die Anklage, habe sie einen der späteren Mitverschwörer mit Sex gefügig gemacht.

Das Todesurteil ist allerdings stark umstritten, da Lewis lediglich über eine sehr geringe Intelligenz verfügt. Nach Ansicht ihrer Anwälte grenzt ihr Geisteszustand an eine Behinderung, was ein Todesurteil ausschließen müsste. Zudem wird bemängelt, dass die Komplizen, die die Tat letztlich ausführten hatten, mit lebenslangen Haftstrafen davonkamen.

Der Supreme Court sah jedoch keine ausreichenden Gründe, die Hinrichtung zu blockieren. Allerdings hatten sich zwei der drei Richterinnen im insgesamt neunköpfigen Gericht dafür ausgesprochen, die Vollstreckung aufzuhalten.

Justiz / Hinrichtungen / USA
22.09.2010 · 14:15 Uhr
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