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Oberst behinderte angeblich nach Luftangriff Ermittlungen vor Ort

Kundus (dts) - Der Bundeswehr-Offizier, der den Luftangriff nahe Kundus anordnete, hat die Ermittlungen angeblich aktiv behindert. Das berichtet das Magazin "Stern". So habe er nach dem Angriff angeordnet, Ermittler vom Regionalkommando aus Mazar-i-Sharif nicht mit den ersten deutschen Soldaten zum Tatort zu lassen, da diese "vor Ort nicht erwünscht" seien. Die Ermittler konnten erst später zum Tatort kommen. Leichen und Leichenteile waren da längst von Angehörigen beerdigt worden. Mithin fehlten Spuren, um zu klären, wie viele Zivilisten starben, berichtet das Magazin unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen der Bundeswehr. Zudem wies der Oberst angeblich Untergebene im Feldlager Kundus an, bei Ermittlungen nicht zu kooperieren. So verweigerte der am Bombardement beteiligte Luftleit-Feldwebel Militärpolizisten jede Zusammenarbeit, Informationen zum Sachverhalt gebe es "nur nach Freigabe" durch den Oberst.
Afghanistan / DEU / Bundeswehr
16.12.2009 · 08:07 Uhr
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