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Obamas Stabschef sieht Flugverbot über Libyen skeptisch

Washington (dpa) - In der US-Regierung mehren sich die skeptischen Stimmen über die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen. Nach Verteidigungsminister Robert Gates äußerte sich am Sonntag auch der neue Stabschef im Weißen Haus, Bill Daley, eher zurückhaltend.

«Eine Menge Leute reden über eine Flugverbotszone, als wäre es (...) ein Videospiel oder so etwas», sagte Daley dem US-Sender NBC. «Wer darüber auf diese Weise redet, hat keine Ahnung, wovon er spricht.»

Pentagon-Chef Gates hatte unlängst ebenfalls Erwartungen gedämpft und auf die Komplexität einer solchen Operation hingewiesen. «Lasst uns die Sache beim Namen nennen», sagte er vor einem Kongressausschuss. «Eine Flugverbotszone beginnt mit einem Angriff auf Libyen, um die Flugabwehr zu zerstören.» Es gebe «eine Menge loses Gerede über einige dieser militärischen Optionen», sagte er vor allem mit Blick auf die Flugverbotszone.

Stabschef Daley wiederholte zwar die Haltung der Obama-Regierung, nach der «alle Optionen auf dem Tisch» seien, um das Blutvergießen in dem nordafrikanischen Krisenland zu stoppen. «Es muss aber ein internationales Unterfangen werden. Ein Land alleine kann das nicht.» Die USA und ihre Partner sprächen seit Wochen über die Koordinierung von Schritten, um Druck auf den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi auszuüben.

Die US-Regierung erwäge zudem, die strategischen Treibstoffreserven anzuzapfen, sollten die Ölpreise wegen der Libyen-Krise weiter steigen.

Unruhen / Libyen / USA
07.03.2011 · 10:55 Uhr
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