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Obamas Rede von Kairo trifft auf geteiltes Echo

Kairo (dts) - Die Kairoer Rede von US-Präsident Barack Obama an die Muslime dürfte in der arabischen Welt auf geteiltes Echo stoßen. Diese Einschätzung äußerte die Nahost-Expertin Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik in einem Interview in der morgen erscheinenden Ausgabe der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". "Obama hat die Gemeinsamkeiten betont und deutlich gemacht, dass er Partnerschaft sucht und nicht Dominanz. Das wird sicher sehr positiv aufgenommen", sagte Asseburg. "Seine zahlreichen Koran-Zitate könnten aber eine Einladung an Extremisten sein, die Rede zu delegitimieren - nach dem Motto: Wie kann sich ein westlicher Staatsmann herausnehmen, den Koran in seinem Sinne zu zitieren und auszulegen?" Asseburg sagte weiter, im Nahen Osten hätten viele Menschen eine Entschuldigung für von der Bush-Regierung begangenes Unrecht erwartet sowie die Ankündigung konkreter Maßnahmen für den Friedensprozess und andere Politikfelder. Beides enthalte die Rede nicht. Bemerkenswert findet die Nahost-Expertin, dass Obama sich in der Rede auch an die palästinensische Hamas gewandt hat: "Es ist überhaupt das erste Mal, dass ein US-Präsident die Hamas direkt anspricht und versucht, sie in die Verantwortung zu nehmen. Bislang hat der Westen die Hamas isoliert. Offenbar hat Obama eine realistischere Sichtweise, nämlich, dass die Hamas ein Akteur ist, an dem man nicht vorbeikommt." Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hatte die Rede von Kairo gegenüber der selben Zeitung mit den Worten "Endlich ein Präsident, der den richtigen Ton trifft" gelobt.
DEU / USA / Muslime / Obama
04.06.2009 · 17:58 Uhr
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