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Obama sieht Nobelpreis als Ansporn

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Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama sieht den ihm zuerkannten Friedensnobelpreis als «Aufruf zum Handeln». Er betrachte den Preis nicht als eine Bestätigung für Erreichtes, sondern als eine Herausforderung, erklärte der Präsident bei einer Pressekonferenz am Freitag in Washington.

Dabei zeigte er demonstrative Bescheidenheit. «Ich bin überrascht und zutiefst demütig», sagte er im Rosengarten des Weißen Hauses. Wenn er ehrlich sein solle, habe er den Preis nicht verdient. Er glaube nicht, dass er es verdiene, sich in der Gruppe vergangener Nobelpreisträger zu befinden, die so viel erreicht hätten und seine Vorbilder seien.

Das Nobelpreiskomitee in Oslo hatte am Vormittag überraschend Obama als diesjährigen Träger des mit einer Million Euro dotierten Preises bekanntgegeben. Damit wird sein Einsatz für die «Stärkung der internationalen Diplomatie» gewürdigt. Die Preisvergabe ist mit viel Beifall, aber auch mit Skepsis aufgenommen worden.

Obama erklärte, er werde die Ehrung annehmen. Zugleich betonte er, jedes Land müsse Verantwortung für den Frieden übernehmen. Keine Nation und kein Präsident könne diese Aufgabe alleine schaffen. Ausdrücklich nannte Obama die atomare Abrüstung und den Konflikt zwischen Israelis und Palästina in Nahost. Einige Aufgaben würden sich aber nicht während seiner Amtszeit bewältigen lassen.

Nobelpreise / International / Reaktionen / USA
09.10.2009 · 17:43 Uhr
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