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Obama «sehr besorgt» über Tenor von Chameneis Rede

US-Präsident Obama hat sich zur Lage im Iran besorgt geäußert.Großansicht
Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat sich «sehr besorgt» über Teile der Rede des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, am Freitag geäußert.

In einem Interview des Senders CBSE sagte Obama, er sei sehr besorgt über einiges im «Tenor und Ton» der Äußerungen des Ajatollahs. Die Regierung in Teheran sollte «erkennen, dass die Welt auf sie blickt. Und wie sie mit den Menschen umgehen, die auf friedliche Weise versuchen, sich Gehör zu verschaffen, wird...ein ziemlich klares Signal an die internationale Gemeinschaft darüber aussenden, was der Iran ist - und nicht ist.»

Bereits zuvor hatte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, der iranischen Regierung Gewalt gegen Demonstranten angelastet. Zugleich bekräftigte er die «Besorgnis» der USA über die Art und Weise, wie die Wahl durchgeführt worden sei. «Die Gewalt wird von der Regierung angewendet...», antwortete der Sprecher am Freitag wörtlich auf wiederholte hartnäckige Journalistenfragen, ob die US-Regierung bereit sei, das Vorgehen der Teheraner Führung zu verurteilen. Gibbs bejahte dies indirekt, indem er auf frühere Äußerungen des Präsidenten verwies, die er als «Verurteilung» interpretierte.

Hintergrund der Fragen waren Vorwürfe insbesondere vieler Republikaner, dass Obama im iranischen Wahlkonflikt bisher zu weich reagiert habe. In einer Resolution des Abgeordnetenhauses vom Freitag war dagegen die «andauernde Gewalt» gegen Demonstranten durch die iranische Regierung ausdrücklich verurteilt worden. In einer weiteren Entschließung des Senats war die Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit angeprangert worden.

Gibbs betonte, Obama fühle sich durchaus da wohl, «wo er ist». Es gebe Leute im Iran, die es lieben würden, wenn sich die USA einmischten, fuhr der Sprecher fort. «Es gibt Leute...die es lieben würden, dies (den Wahlkonflikt) zu einer Sache Iran gegen den Westen oder Iran gegen die Vereinigten Staaten von Amerika zu machen. Das hat Jahre lang großartig funktioniert. Der (US-)Präsident wird sich nicht darauf einlassen.» Zu den Resolutionen sagte Gibbs, sie spiegelten das wider, was der Präsident die ganze Woche über gesagt habe.

Konflikte / Wahlen / USA / Iran
21.06.2009 · 09:13 Uhr
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