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Obama in Japan: USA ist «pazifische Nation»

Obama-Ankunft in TokioGroßansicht
Tokio (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat zum Auftakt seiner Fernostreise erneut betont, dass das Afghanistan-Engagement der USA «nicht endlos» sein werde. Eine Entscheidung über eine Truppenaufstockung und die weitere strategische Ausrichtung werde «bald» fallen.

Das kündigte Obama am Freitag in Tokio nach einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsident Yukio Hatoyama an. Das Ziel der Alliierten bleibe, den Afghanen die Verantwortung für ihre Sicherheit zu übertragen. Obama würdigte die Verpflichtung Japans, in den kommenden fünf Jahren Afghanistan mit fünf Milliarden Dollar und Pakistan mit einer Milliarde Dollar Finanzhilfe zu unterstützen.

Die USA seien eine «pazifische Nation», für die der Ausbau der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu den ost- und südostasiatischen Staaten von essenzieller Bedeutung sei, betonte Obama. Das Bündnis mit Japan bilde dabei ein Kernstück. Hatoyama erklärte: «Angesichts der Veränderungen des globalen Umfelds möchte ich sie (die Beziehungen) vertiefen und weiter entwickeln und eine konstruktive und zukunftsorientierte Allianz zwischen Japan und den USA schaffen.»

Die beiden Länder wollten «Wege finden, die Allianz für das 21. Jahrhundert zu erneuern und aufzufrischen», so Obama. Die USA und Japan seien völlig gleichberechtigte Partner, die aufgrund von gemeinsamen Interessen und Werten verbunden seien. Beide Länder seien als größte Wirtschaftsmächte der Welt in besonderem Maße der Stabilisierung verpflichtet, sagte Obama. Auch deshalb sei es wichtig, die bilaterale Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

Obama und Hatoyama betonten ihre gemeinsame Verpflichtung zu mehr Klimaschutz. Beide Länder strebten eine Reduzierung der Treibhausgase von 80 Prozent bis zur Mitte des Jahrhunderts an, so dass weltweit eine Reduzierung um 50 Prozent möglich sein werde. Die USA und Japan wollten eng zusammen arbeiten, um eine «neue Ära im globalen Kampf gegen die Klimaerwärmung» einzuläuten.

Obama und Hatoyama warnten in einer gemeinsamen Erklärung Nordkorea und den Iran vor einer weiteren nuklearen Aufrüstung. Die Anstrengungen der beiden Länder seien eine Bedrohung der internationalen Stabilität und des Friedens. Die USA und Japan forderten Teheran und Pjöngjang auf, sich an die internationalen Vereinbarungen zu halten.

Die jüngsten Raketenversuche und Atomtests in Nordkorea zeigen nach Ansicht von Obama und Hatoyama, dass Pjöngjang weiterhin eine Bedrohung des Friedens und der Stabilität für Nordostasien und die internationale Gemeinschaft darstelle. Die jüngsten Enthüllungen über neue nukleare Anlagen im Iran hätten die Besorgnis der internationalen Gemeinschaft über den Charakter des iranischen Atomprogramms verstärkt, heißt es in der Erklärung.

Am Samstag wird Obama noch eine Rede vor japanischen Bürgern halten und dann vom Kaiser von Japan empfangen werden. Danach reist Obama zum Gipfeltreffen des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums APEC in Singapur weiter. Anschließend stehen noch Besuche in China und Südkorea auf dem Programm.

Internationales / USA / Japan
13.11.2009 · 14:24 Uhr
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