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Obama hält an Guantánamo-Schließung fest

Guantanamo-HäftlingGroßansicht

Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama hält trotz heftigen Gegenwindes an der Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantánamo Bay auf Kuba fest. Die Regierung werde dafür «alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge nutzen, sagte Obamas Sprecher, Robert Gibbs, in Washington.

Dazu gehöre weiter, Terroristen in die USA zu bringen und ihnen den Prozess vor Zivilgerichten zu machen. Das Weiße Haus verteidigte damit seine Linie, die nach dem weitgehenden Freispruch im ersten Guantánamo-Prozess auf US-Boden vor allem von der Opposition massiv kritisiert wird.

Die Geschworenen in einem New Yorker Gericht hatten am Mittwoch den Angeklagten Ahmed Khalfan Ghailani mit einer einzigen Ausnahme in allen Punkten freigesprochen. Er war im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die US-Botschaften 1998 in Tansania und Kenia in 285 Punkten angeklagt worden, darunter mehr als 270 für Mord und versuchten Mord. Bei den Terrorattacken starben 224 Menschen. Die Jury befand den 36-Jährigen lediglich schuldig, sich an einer Verschwörung zur Zerstörung von US-Eigentum beteiligt zu haben.

Terrorismus / Prozesse / USA
19.11.2010 · 07:53 Uhr
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