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Obama: Geheimakten im Internet zeigen nichts Neues

US-Einsatz in Afghanistan: Nach der Veröffentlichung teils geheimer Militärakten zum Afghanistan-Krieg wiegelt die US-Regierung ab: Es seien keine Enthüllungen dabei.Großansicht

Washington (dpa) - Die Veröffentlichung Zehntausender Militärakten zum Afghanistan-Krieg im Internet hat laut US-Präsident Barack Obama keine Geheimnisse enthüllt.

«Die Dokumente offenbaren keine Sachverhalte, die nicht schon Teil der öffentlichen Diskussion über Afghanistan waren», sagte Obama am Dienstag vor Journalisten in Washington. Vielmehr zeigten die Papiere aus den Jahren 2004 bis 2009 bekannte Probleme auf, wegen derer er im vergangenen Jahr die Afghanistan-Strategie der USA ausführlich überarbeitet habe. Jedoch sei er besorgt über die Preisgabe der mehr als 91 000 überwiegend geheimen Militärdokumente auf der Enthüllungs-Website.

«Das könnte möglicherweise einzelne Beteiligte der Operation in Gefahr bringen», fügte der Präsident hinzu.

Obama hatte im letzten Dezember eine neue strategische Ausrichtung für den Krieg vorgelegt, die unter anderem auf eine massive Truppenaufstockung baut. Zudem legt sie den Fokus auf eine nachhaltige Befriedung der Region unter Beteiligung der Bevölkerung und der afghanischen Regierung.

Die Unterlagen geben unter anderem Hinweise darauf, dass die Zahl der zivilen Opfer höher ist als angenommen. Zudem geht aus ihnen hervor, dass US-Militärs über Jahre von einer direkten Kooperation von Pakistans Militärgeheimdienst ISI mit den Taliban ausgingen. Auch wird der Einsatz von Geheimkommandos gegen die Taliban beschrieben.

Konflikte / USA / Afghanistan
27.07.2010 · 21:54 Uhr
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