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Obama ehrt Tote von Fort Hood als Helden

US-Präsident Barack Obama: Großansicht
Washington (dpa) - Fünf Tage nach dem Massaker von Fort Hood hat Amerika am Dienstag in einer bewegenden Trauerfeier auf dem texanischen Stützpunkt der Toten gedacht. US-Präsident Barack Obama ehrte die Opfer in einer Trauerrede als «Helden», die nie vergessen würden.

«Dies ist eine Zeit des Krieges», sagte der Präsident, der wie First Lady Michelle Obama in tiefschwarzer Kleidung gekommen war. «Aber diese Amerikaner sind nicht auf einem ausländischen Schlachtfeld gestorben. Sie starben hier, auf amerikanischem Boden. (...) Es ist diese Tatsache, die die Tragödie noch schmerzlicher und noch unbegreiflicher macht.»

Es sei schwer, die «verdrehte Logik» zu verstehen, die zu dieser Bluttat geführt habe, sagte Obama weiter. «Aber so viel wissen wir - kein Glaube rechtfertigt diese mörderischen und feigen Aktionen. Kein gerechter und liebender Gott findet Gefallen an ihnen», fuhr Obama fort. Der Militär-Psychiater Nidal Malik Hasan, der bei seinem Amoklauf zwölf Soldaten und einen Zivilisten getötet sowie etwa 40 Menschen verletzt hatte, war ein religiöser Muslim. Die Motive für seine Tat sind noch unklar. Wie es aber heißt, sollte Hasan in Afghanistan stationiert werden; er lehnte den Krieg und seine Entsendung entschieden ab.

Obama hatte eigens seine geplante Asienreise um einen Tag verschoben, um die Toten direkt am Ort des Blutvergießens ehren zu können. Zusammen mit seiner Frau traf er in Fort Hood auch mit Hinterbliebenen der Opfer zusammen. Neben Obama war auch Pentagonchef Robert Gates zur Trauerfeier nach Texas geflogen.

Etwa 15 000 Soldaten hatten sich zum Abschied von ihren Kameraden und dem getöteten Zivilisten versammelt, darunter auch mehrere, die bei dem Amoklauf verletzt worden waren. Einer kam auf Krücken, mehrere anderen trugen ihren Arm in der Schlinge.

Militär / Kriminalität / USA
10.11.2009 · 21:52 Uhr
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