News
 

Obama-Berater skeptisch zu Truppenverstärkung

Sicherheitsberater JonesGroßansicht
Hamburg (dpa) - Der Sicherheitsberater des Weißen Hauses, General James Jones, hat sich kritisch zu Forderungen von US-Militärs nach einer Entsendung weiterer 40 000 Soldaten nach Afghanistan geäußert. «Generäle fordern immer zusätzliche Truppen», so Jones in einem Gespräch mit dem Magazin «Spiegel».

«Ich bin überzeugt, dass wir die Probleme vor Ort nicht allein durch den Einsatz von Militär lösen.» Es gebe keine Obergrenze, die das Problem lösen würde. «Wir könnten 200 000 Soldaten dort im Einsatz haben, und das Land wird sie aufsaugen, wie es das in der Vergangenheit schon getan hat.» Stattdessen brachte Obamas oberster Sicherheitsberater eine Übertragung von Verantwortung auf afghanische Institutionen und einen Rückzug der NATO-Streitkräfte ins Gespräch.

«Unser Ziel muss es sein, in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Regierungsapparat baldmöglichst Verantwortung an die Afghanen zu übertragen», sagte er. Diese Rückübertragung von Verantwortung solle «innerhalb kürzest möglicher Zeit» erfolgen. Auf die Frage, wie lange die US-Truppen in Afghanistan bleiben sollen, sagte er: «Ich weiß nicht genau, wie lange. Aber ich weiß, dass unser Präsident und andere Regierungschefs darauf drängen, alles zu unternehmen, dass die Afghanen Verantwortung übernehmen.»

In der Bedrohungsanalyse des Sicherheitsberaters spielen nicht die Taliban, sondern das Terrornetz El Kaida, das laut dem Bericht vor allem aus Pakistan heraus operiert, die wichtigste Rolle: «Unser Ziel ist es, das El-Kaida-Netzwerk zu besiegen und zu zerstören. El Kaida ist die größte Gefahr für Amerika und für Europa, denn diese Leute schrecken vor nichts zurück.»

Konflikte / Afghanistan / USA
07.11.2009 · 11:30 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
24.05.2017(Heute)
23.05.2017(Gestern)
22.05.2017(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen