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Obama: Bei weltweiten Krisen kein US-Alleingang mehr

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Washington (dpa) - Keine US-Alleingänge, stattdessen ein klares Bekenntnis zu internationaler Zusammenarbeit: In seiner ersten Nationalen Sicherheitsstrategie unterstreicht US-Präsident Obama die klare Abkehr von Vorgänger Bush bei der Lösung internationaler Krisen und im Kampf gegen den Terror.

Vielmehr strebe seine Regierung «den Aufbau neuer Partnerschaften» an, heißt es laut «Washington Post» in der neuen Strategie, die am Donnerstag veröffentlicht werden soll.

Die neue Strategie befasst sich auch mit dem Thema der in Amerika aufgewachsenen Terroristen. Sie erkenne «ausdrücklich die Bedrohung der USA durch Personen an, die hier daheim radikalisiert wurden», sagte Obamas Spitzenberater im Anti-Terror-Angelegenheiten, John Brennan. «Dies ist die die erste Nationale Sicherheitsstrategie, die den Heimatschutz als Teil einer breiteren Nationalen Sicherheitsstrategie integriert.»

Das Dokument benutzt den Angaben zufolge seine sehr breite Definition von Nationaler Sicherheit. Als Elemente von Stärke und Einfluss der USA werden dabei auch beispielsweise eine nachhaltige Wirtschaftserholung sowie die Förderung von Bildung, Wissenschaft, Technologie und sauberen Energien verstanden.

Obama hatte die Kernpunkte der Strategie bereits am Samstag in einer Rede an der traditionsreichen Militärakademie West Point (US-Staat New York) umrissen. «Die Bürden dieses Jahrhunderts (...) können nicht allein auf amerikanischen Schultern getragen werden», sagte er. Er strebe eine neue Weltordnung an, in der die Nationen ihrer gemeinsamen Verantwortung gerecht würden, sagte Obama. Nur so seien die ökologischen, wirtschaftlichen und militärischen Herausforderungen dieser Generation zu bewältigen.

Der Bericht zur Nationalen Sicherheitsstrategie ist der erste der Obama-Regierung. Seit 1986 sind US-Präsidenten zwar gesetzlich verpflichtet, jährlich dem Kongress solch ein Dokument vorzulegen. Die meisten Regierungen folgen dem aber nur sporadisch. So wurden unter George W. Bush nur zwei Berichte erarbeitet, 2002 und 2006.

Verteidigung / Sicherheit / USA
27.05.2010 · 11:38 Uhr
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