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Nur noch wenige Deutsche im Großraum Tokio

Berlin/Osaka (dpa) - Die meisten Deutschen haben die japanische Hauptstadt und ihre Umgebung wohl verlassen. Der überwiegende Teil ist nach Einschätzung der deutschen Botschaft in Japan nach Westjapan oder ins Ausland gereist.

Im Großraum Tokio blieben vor allem die, die dort familiär verwurzelt seien oder das Land schon lange und gut kennen. «Ich schätze, dass sich weniger als Tausend deutsche Staatsbürger noch in ganz Ostjapan aufhalten», sagte ein Botschaftssprecher. Im Ballungsgebiet Tokio-Yokohama hielten sich bis zum Erdbeben etwa 3500 Deutsche auf.

Wegen der dramatischen Lage am Atomkraftwerk Fukushima Eins hat auch die deutsche Botschaft ihren Sitz nach Osaka verlegt. Am dortigen Flughafen Kansai International und am Bahnhof Shin-Osaka waren in den vergangenen Tagen Mitarbeiter der Botschaft unterwegs, um von dort ausreisende Deutsche zu beraten. Sie trügen auffällige rote Westen und seien über Handy erreichbar. Wie lange sie noch eingesetzt würden, hänge vom Bedarf ab. Der Andrang sei inzwischen viel geringer als in den ersten Tagen nach dem Erdbeben am vergangenen Freitag. Das Auswärtige Amt hatte allen Deutschen geraten, den Großraum Tokio in Richtung Westjapan zu verlassen.

Es seien bei der Botschaft einige Suchanfragen für Deutsche eingegangen, die sich im Nordosten des Landes aufgehalten hatten. «Doch wir konnten alle identifizieren», sagte der Sprecher.

Erdbeben / Atom / Japan
19.03.2011 · 09:07 Uhr
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