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Nur noch wenig Rauch aus Island-Vulkan

Reykjavik (dpa) - Der Gletschervulkan auf Island schleudert nur noch wenig Vulkanasche in die Atmosphäre. Ein Sprecher des Meteorologischen Institutes in Reykjavik sagte, die Rauchsäule aus dem Vulkan unter dem Eyjafjalla-Gletscher erreiche eine Höhe von maximal drei Kilometern.

Von dort wird sie in südöstlicher Richtung auf die britischen Inseln zugetrieben. Die seismisch messbare Aktivität des Vulkans blieb auch knapp eine Woche nach Beginn des Ausbruchs unverändert stark. Völlig ruhiggeblieben ist weiterhin der Untergrund des benachbarten und viel größeren Vulkans Katla. Dessen Ausbruch im Gefolge der Aktivitäten unter dem Eyjafjallajökull gilt auf Island als größte Gefahr.

Die Behörden im 125 Kilometer entfernten Reykjavik bereiteten sich auf ein mögliches Drehen des Windes in westliche Richtung am Wochenende vor. Diese würde Asche auch zu einem Problem für die isländische Hauptstadt mit ihren 120 000 Einwohnern machen.

Vorerst sind etwa 800 Anwohner östlich des Vulkangletschers an der Südküste von Island betroffen, die mit der niedergehenden Asche zu kämpfen haben. Mehrere Bauern kündigten an, dass sie ihre Höfe wegen finanzieller Probleme nun aufgeben müssten. Landwirtschaftsminister Jón Bjarnason forderte sie zum Verbleib in der sonst sehr fruchtbaren Küstenregion auf.

Vulkane / Luftverkehr / Island
21.04.2010 · 21:40 Uhr
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