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Nukleargipfel: Sarkozy wehrt sich gegen Forderung nach Abrüstung

Washington (dts) - Die Abrüstungsgespräche auf dem Nukleargipfel in Washington haben gestern einen fast durchweg positiven Anfang genommen. Getrübt wurden die Verhandlungen allerdings durch Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der eine weitere Abrüstung der Atomwaffen seines Landes vehement ablehnte. "In einer so gefährlichen Welt wie heute werde ich die Atomwaffe nicht einseitig aufgeben", erklärte Sarkozy. Die Atomwaffen seien nach Ansicht des Staatschefs als nukleare Abschreckung schließlich "Garant für die Sicherheit" Frankreichs. In der Vergangenheit hatte Paris das Nukleararsenal des Landes bereits um ein Drittel auf 300 Atomsprengköpfe reduziert. "Wenn ich weiter gehen würde, könnte das die Sicherheit meines Landes in Frage stellen", verteidigte Sarkozy seine Haltung. Mit dem jetzigen Arsenal halte die Republik "das strikte Minimum". Gleichzeitig versicherte Sarkozy aber alle Anstrengungen zur weltweiten Reduzierung der Atomwaffen zu unterstützen. Ferner teile der französische Staatspräsident die Befürchtungen von US-Präsident Barack Obama darüber, dass Nuklearwaffen in die Hände von Terroristen fallen und somit zu einer ernsten internationalen Bedrohung werden könnten. Die Niederlande haben indes die Einberufung eines Nukleartribunals als entsprechenden Sondergerichtshof in Den Haag angeregt. Obama habe den Vorschlag positiv aufgenommen, sagte der niederländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende. An dem Nukleargipfel in Washington nehmen 47 internationale Staatschefs teil, Thema sind neben der Abrüstung mögliche Sanktionen gegen den Iran.
USA / Frankreich / Weltpolitik / Militär
13.04.2010 · 13:36 Uhr
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