News
 

Notizen zur Frauen-WM

Organisationschefin Steffi Jones mit dem WM-Pokal auf dem Berliner Hauptbahnhof.Großansicht

Berlin (dpa) - Der Ball ist bunt - die Fußball-WM der Frauen ist auch abseits des Platz für die eine oder Geschichte gut. Einige Notizen:

MÜTTERLICH: Einen über 1000 Meter langen Schal in schwarz-rot-goldenen Farben haben Berliner Hausfrauen extra zum WM-Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Kanada gestrickt. Der Superschal sollte vor der Partie rund um das Olympiastadion zu sehen sein. Zudem kochten die fleißigen Damen vom Landesverband des Deutschen Hausfrauen-Bundes 1800 kleine Gläschen Gelee, auch diese in den Deutschland-Farben. Je ein Stück des Strickwerks und drei kleine Gläser Gelee sollten für einen guten Zweck zum Preis von 10 Euro verkauft werden. Das Geld geht an das Projekt «Schulapfel», das sich der gesunden Ernährung von Schülern widmet. Außerdem wird eine Mädchenfußballmannschaft in Berlin-Spandau unterstützt.

PROMINENT: Ok-Chefin Steffi Jones wundert sich noch immer über ihre sprunghaft gewachsene Bekanntheit. «Ich hätte nie gedacht, dass es Menschen gibt, die von mir Autogramme wollen», sagte die 38-Jährige der «Bild am Sonntag». Bei ihren Fahrten mit der Bahn durch Deutschland erlebe sie derzeit so einige «nette Situationen», berichtete Jones. «Dann wird getuschelt: 'Ist das nicht die Steffi Jones?' Für mich ist das eine Ehre», meinte die Chefin des Organisationskomitees. Die letzten sechs Monate vor der WM erlebte Jones als «Wahnsinn».

FEIERABEND: 2000 Schülerinnen und Schüler aus Berlin haben in den vergangenen Wochen intensiv für die Eröffnungsfeier im Olympiastadion geübt und trainiert. Die Generalprobe am Samstag lief so rund, dass die Mädchen und Jungen früher als geplant nach Hause gehen durften. In der nur elf Minuten langen Zeremonie sollten die jungen Mitwirkenden in 16 verschiedene Gruppen aufgeteilt werden und in die Rolle von Fans der 16 WM-Teilnehmerländer schlüpfen. Gefordert waren dabei zuletzt auch die Lehrerinnen und Lehrer, die die Kinder und Jugendlichen aus den verschiedenen Stadtteilen ins Olympiastadion begleiteten und mit ihnen die anspruchsvolle Choreographie probten.

NETZ-FANS: Die deutschen Fußball-Frauen stürmten schon vor dem Start der Heim-WM in die Herzen der Internetgemeinde. Schon vor dem Auftaktspiel gegen Kanada in Berlin knackte die Facebook-Seite der DFB-Auswahl die Marke von 25 000 Fans, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte. Auf der Seite des sozialen Netzwerks mit dem Titel «Sommermärchen reloaded» gewährt das Team von Bundestrainerin Silvia Neid Einblick in den WM-Alltag auch abseits des Rasens. Auch beim Kurznachrichten-Dienst Twitter verbreiten die Nationalspielerinnen regelmäßig Neuigkeiten rund um ihre Auftritte bei der Weltmeisterschaft.

IGNORANT: Mario Basler (42) hat sich gleich zum Start der Frauen-WM ins Macho-Abseits bugsiert. «Ich bin ehrlich: Fußball ist nichts für Frauen. Wenn Mädels auf dem Rasen rumtoben wollen, sollen sie ein Netz aufstellen und Tennis spielen», schrieb er in der «Bild». So wie in Wimbledon. Das sei «sexy». Der Ex-Nationalspieler richtete sich direkt an die Kickerinnen von Silvia Neid und verkündete gnädig: «Wenn ihr die ersten Spiele gewonnen habt, zappe ich auch mal bei euch rein. Versprochen!» Um ihnen dann mahnend mit auf den Weg zu geben: «Lasst verdammt noch mal den Rasen in unseren Stadien heil..»

Fußball / WM / Frauen / Splitter
26.06.2011 · 13:33 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen