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Notenbanker zweifeln am Erfolg des geplanten Schuldenschnitts für Griechenland

Berlin (dts) - Notenbanker bezweifeln zunehmend, dass sich genügend private Gläubiger finden, die sich freiwillig an einem Forderungsverzicht gegenüber Griechenland beteiligen. Das berichtet das "Handelsblatt". Zwar soll die Vereinbarung zwischen den privaten Gläubigern und der griechischen Regierung am Mittwoch nach dem Treffen der Euro-Gruppe verkündet werden.

Klar scheint aber schon jetzt, dass der Schuldenschnitt von 70 Prozent nicht erreichbar sein wird, weil sich nicht genügend Besitzer griechischer Staatsanleihen der freiwilligen Vereinbarung über einen Forderungsverzicht anschließen werden Das erfuhr die Zeitung aus Notenbankkreisen. Bei zu geringer Beteiligung würde die angestrebte Schuldenerleichterung für Griechenland von gut 100 Milliarden Euro nicht erreicht. Deshalb gehen die Notenbankkreise nach davon aus, dass Griechenland die Anleihebedingungen per Gesetz ändern wird. So würde eine Verzichtsvereinbarung für alle Anleihebesitzer verbindlich, sobald 50 Prozent der Anleihegläubiger dafür stimmen. Das würde auch Kleininvestoren und Hedge-Fonds einschließen.
DEU / Finanzindustrie / Wirtschaftskrise
14.02.2012 · 07:05 Uhr
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