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Nordkoreas Militär annulliert Sicherheitspakt

Südkorea hält Seemanöver abGroßansicht
Seoul (dpa) - Das gefährliche Säbelrasseln zwischen beiden koreanischen Staaten geht in die nächste Runde. Nordkorea kündigte ein Abkommen auf, das bewaffnete Zusammenstöße auf hoher See verhindern soll.

Alle Vereinbarungen mit Südkorea zur Vermeidung unbeabsichtigter Konflikte würden komplett für «null und nichtig» erklärt, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung des Führungsstabs der nordkoreanischen Volksarmee. Südkoreanische Schiffe, die die von Nordkorea gezogene militärische Demarkationslinie im Gelben Meer verletzten, würden sofort angegriffen, warnte das Militär.

Die Erklärung verbreiteten die Staatsmedien am selben Tag, an dem die südkoreanische Marine vor der Westküste ein Seemanöver abielt. Ausgangspunkt des jüngsten Konflikts ist die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes vor zwei Monaten an der Seegrenze im Gelben Meer. Südkorea macht das kommunistische Nachbarland für den Untergang verantwortlich. Nordkorea bestreitet, das Schiff versenkt zu haben.

Außerdem kappte Nordkorea der jüngsten Erklärung zufolge den «Heißen Draht» zwischen den Seestreitkräften beider Länder. Das Militär bekräftigte die Absicht, eine Zugangssperre für den gemeinsamen Industriepark in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong zu überprüfen. Bereits am Dienstag hatte Nordkorea die Beziehungen zu Südkorea für beendet und den Nichtangriffspakt zwischen beiden Staaten für aufgehoben erklärt.

Konflikte / Südkorea / Nordkorea
27.05.2010 · 12:28 Uhr
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