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Nordkorea verschiebt Gespräche mit UN-Kommando

Volksarmee in NordkoreaGroßansicht
Seoul (dpa) - Nordkoreas Militär hat Gespräche mit dem UN-Kommando in Südkorea über den Konflikt um die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes verschoben.

Die Volksarmee habe die Verlegung des für Dienstag geplanten Treffens im Grenzort Panmunjom aus «verwaltungstechnischen Gründen» erbeten, teilte das von den USA angeführte UN-Kommando (UNC) mit. Ein neuer Terminvorschlag habe zunächst nicht vorgelegen.

Offiziere der Volksarmee und UNC-Vertreter der militärischen Waffenstillstandskommission wollten sich zunächst auf Arbeitsebene treffen, um Gespräche zwischen Generälen vorzubereiten. Generäle beider Seiten waren zuletzt vor mehr als einem Jahr zusammengekommen, um Entspannungsmaßnahmen auf der koreanischen Halbinsel zu erörtern. Das UNC hat seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) die Aufgabe, über die Einhaltung des Waffenstillstands auf der Halbinsel zu wachen.

Südkorea macht das kommunistische Nordkorea für die Versenkung der Korvette «Cheonan» im März verantwortlich. Nach Angaben eines internationalen Ermittlerteams ist der Untergang auf einen Torpedo-Angriff zurückzuführen. Nordkorea weist jede Verwicklung zurück und besteht auf der Entsendung eines eigenen Ermittlerteams. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Freitag den Angriff auf die «Cheonan» angeprangert, aber eine eindeutige Schuldzuweisung an Nordkorea vermieden.

Konflikte / Südkorea / Nordkorea / USA
13.07.2010 · 07:50 Uhr
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