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Nord- und Südkorea setzen Atomverhandlungen fort

Die nordkoreanische Fahne wird gehisst.Großansicht

Peking (dpa) - Unterhändler aus Nord- und Südkorea haben in Peking neue Gespräche über das Atomwaffenprogramm des kommunistischen Regimes in Pjöngjang aufgenommen. Es soll über die Bedingungen für eine Wiederaufnahme der internationalen Verhandlungen gesprochen werden.

Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap kamen der nordkoreanische Verhandlungsführer Ri Yong Ho und sein Konterpart aus Südkorea, Wi Sung Lac, am Mittwoch im privaten Chang An-Club im Herzen der chinesischen Hauptstadt zusammen.

Erste Sondierungen gab es bereits im Juli am Rande des Treffens der Südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN in Bali in Indonesien. «Da es der zweite Dialog ist, gehe ich mit der Absicht in die Verhandlungen, ein fruchtbares Ergebnis zu erzielen», sagte der südkoreanische Verhandlungsführer Wi Sung Lac laut Yonhap.

Vor mehr als zwei Jahren hatte Nordkorea die Sechs-Parteien-Gespräche mit Südkorea, den USA, China, Japan und Russland über eine Beendigung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms abgebrochen.

Die USA und Südkorea fordern vor einer neuen Runde sichtbare Schritte Pjöngjangs zum Abbau seines Atomprogramms, darunter eine Einstellung seiner Urananreicherung. UN-Inspekteure sollten diese Schritte überwachen. Nordkoreas Unterhändler Ri Yong Ho lehnte in Peking allerdings Vorbedingungen ab.

Die Gespräche zwischen den beiden Koreas werden auch überschattet von den anhaltenden Spannungen seit der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes im März 2010 und dem Beschuss einer Insel durch Nordkorea im November.

Konflikte / Atom / Nordkorea / Südkorea
21.09.2011 · 08:10 Uhr
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