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Nord-Ostsee-Sparkasse soll mit 86 Millionen Euro gestützt werden

Kiel (dts) - In den Verhandlungen um die Stützung der angeschlagenen Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) konkretisiert sich die mögliche Verteilung der Lasten zwischen den schleswig-holsteinischen Sparkassen und den übrigen Regionalverbänden im Sparkassen-Dachverband DSGV. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) sind die 15 Nord-Sparkassen satzungsgemäß verpflichtet und auch willens, sich mit 86 Millionen Euro an der Rettungsaktion zu beteiligen. Das entspräche dem Großteil der in ihrem regionalen Stützungsfonds verbliebenen Mittel. Die Unterstützung könnte Finanzkreisen zufolge sowohl in Form von stillen Einlagen als auch durch sparkassenspezifisches Eigenkapital geleistet werden. Ein Sprecher des Kieler Verbandes bestätigte die Zahlen nicht, sagte aber, die Verhandlungen seien auf "gutem Wege". Aufgrund vorheriger Finanzspritzen für die Nospa sowie die Sparkasse Südholstein sehen sich die Schleswig-Holsteiner nicht in der Lage, weitere Stützungsmaßnahmen allein zu stemmen. Gemäß dem Haftungsmechanismus der Sparkassen müssen nun die zehn regionalen Fonds der übrigen Sparkassenverbände quotal einspringen, um den Rest aufzufüllen. Der Sparkassen-Dachverband DSGV hatte bereits zugesagt, sich an der Sanierung der Nospa zu beteiligen. Er besteht aber dem Vernehmen nach darauf, dass die Stadt Flensburg als Träger der früheren Flensburger Sparkasse ebenfalls einen Beitrag von etwa 14 Millionen Euro leistet - und will erst dann seine eigene Beteiligung festlegen. Der Kapitalbedarf der Nospa soll sich auf insgesamt 150 Millionen Euro belaufen, größtenteils verursacht durch Altlasten der Flensburger Sparkasse, die aufgrund riskanter Kreditgeschäfte in Schieflage geraten und 2008 mit der Nospa verschmolzen worden war. Die Belastung für die übrigen deutschen Sparkassen dürfte sich also in Grenzen halten. "Die deutschen Sparkassen sind kapitalstark, da wird es an 50 oder 60 Millionen für die Nospa nicht scheitern", heißt es. Unklar ist bisher, ob der auf sie entfallende Betrag dann in Form von frischem Kapital oder Garantien gewährt würde.
DEU / Finanzindustrie
03.06.2010 · 18:21 Uhr
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