News
 

Noemi-Affäre: Berlusconi stoppt Fotos

Noemi LetiziaGroßansicht
Rom (dpa) - In der Affäre um die Schülerin Noemi hat Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi die Veröffentlichung hunderter Fotos verhindert. Nach italienischen Medienberichten vom Samstag ordnete die römische Staatsanwaltschaft an, rund 600 Aufnahmen zu beschlagnahmen.

Es bestehe der Verdacht, dass eine Veröffentlichung die Privatsphäre verletze. Unter den Fotos sollen Schnappschüsse einer von dem Milliardär und Medienzar Ende 2008 organisierten Silvesterparty befinden, zu der auch die damals noch 17-jährige Schülerin Noemi Letizia aus Neapel eingeladen war. Laut Berlusconi habe ein sardischer Paparazzo die Fotos «illegal» von einer Terrasse außerhalb der Villa Berlusconis geschossen, berichtete die Mailänder Zeitung «Corriere della Sera».

Nach einem Überraschungsbesuch des Medienmoguls auf der Party zum 18. Geburtstag des Mädchens Ende April hatte Berlusconis verärgerte Frau Veronica Lario (52) gegenüber Medien angedeutet, der Ministerpräsident treffe sich «mit Minderjährigen». Die seitdem gärende Gerüchteküche um eine mögliche Affäre hatte den 72-jährigen Regierungschef in den vergangenen Wochen zunehmend in die Bredouille gebracht. Noch am Donnerstag schwor er erneut öffentlich «bei seinen Kindern», niemals eine Affäre mit Teenagern gehabt zu haben.

Nach Angaben des «Corriere della Sera» hatte der Fotograf Antonio Zapaddu die Fotos für 1,5 Millionen Euro dem Berlusconi gehörenden Magazin «Panorama» angeboten. Während Zapaddu von «sehr vielen Minderjährigen» sprach, ist nach Berlusconi nichts «Heikles oder Verbotenes» auf den Fotos zu sehen, sondern schlicht «Privates». So zeigten einige Aufnahmen den Besuch des damaligen tschechischen Staatspräsidenten Mirek Topolanek mit Familie im Mai 2008, andere wiederum befreundete Frauen, die sich «oben ohne» sonnten.

Regierung / Justiz / Italien
30.05.2009 · 14:15 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

Weitere Themen