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Noch keine Vorentscheidung über Wehrpflicht gefallen

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Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hält die Entscheidung über eine Reform der Wehrpflicht weiterhin für völlig offen. «Es ist noch überhaupt keine Vorentscheidung gefallen», sagte der neue Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Das derzeit öffentlich diskutierte Modell, das ein Aussetzen der Wehrpflicht und eine Verkleinerung der Bundeswehr von derzeit mehr als 250 000 auf 165 000 bis 170 000 Soldaten vorsieht, sei lediglich eines von mehreren Szenarien.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will seine Pläne in der kommenden Woche den Experten der Bundestagsfraktionen vorstellen. Mehrere Medien hatten am Freitag berichtet, dass er ein Modell favorisiere, nach dem die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten von rund 190 000 auf 156 000 sinken würde. Hinzu kämen 7500 Soldaten im Jahr, die freiwillig Wehrdienst leisten. Die Pflicht zum Dienst an der Waffe bliebe zwar weiterhin im Grundgesetz verankert. Es würde aber niemand mehr gegen seinen Willen eingezogen.

Verteidigung / Bundeswehr / Reform
16.08.2010 · 13:08 Uhr
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