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Nigeria: Zahl der Toten nach Anschlag auf UN-Gebäude steigt

Abuja (dts) - Nach dem Selbstmordanschlag auf das Gebäude der Vereinten Nationen in der nigerianischen Stadt Abuja ist die Zahl der Todesopfer auf 18 gestiegen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Algier mit. Weitere 26 wurden zum Teil schwer verletzt.

Das Internationale Rote Kreuz hatte am Vortag zunächst 16 Tote gemeldet. Zu dem Anschlag hat sich die radikalislamische Sekte Boko Haram bekannt. Bereits in der Vergangenheit hatten die Islamisten wiederholt tödliche Anschläge auf das afrikanische Land verübt. Mit dem Anschlag auf das UN-Gebäude hat die islamistische Sekte jedoch erstmals eine internationale Organisation angegriffen. Ihre Mitglieder lehnen westliche Werte ab und orientieren sich an den afghanischen Taliban. Boko Haram verfolgt das Ziel in ganz Nigeria das islamische Recht der Scharia einzuführen. Ein mutmaßlicher Boko-Haram-Sprecher lobte gegenüber gegenüber französischen Medien den Attentäter und sagte, der Angriff auf westliche Einrichtungen sei "dank der Weisheit Allahs mit absoluter Präzision durchgeführt" worden. UN-Generalsekretär General Ban Ki Moon beklagte den "entsetzlichen Anschlag auf jene, die ihr Leben der Hilfe für andere gewidmet haben". Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), US-Präsident Barack Obama sowie Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verurteilten die Terrortat scharf. Bei der Explosion am Freitagvormittag waren das Erdgeschoss und der erste Stock des Gebäudes, in dem 26 UN-Organisationen ihre Büros haben, völlig verwüstet worden.
Nigeria / Unglücke / Terrorismus / Weltpolitik
27.08.2011 · 18:08 Uhr
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